UPDATE: Liebscher & Bracht – Wer heilt hat trotzdem nicht Recht?

15 Responses

  1. Axel Schmid sagt:

    Nun, sehen Sie, lieber Herr Herrchen. In ihrer Antwort auf „minga“s Beitrag nennen Sie das Problem so beiläufig wie prägnant: „Allerdings hatten Sie dann zum Glück keine Arthrose gehabt, sondern wurde möglicherweise falsch diagnostiziert.“ Das ist tägliche Realität in orthopädischen Praxen und das Grundproblem: falsche Diagnosen, falsche Therapien, unnötige, riskante OPn. Dann doch lieber erst einmal dehnen und drücken, als direkt zum Arzt, der offenbar häufig Fehldiagnosen stellt.

    • Alles richtig. Was sich mir nicht erschließt ist: Warum gehe ich nicht für eine Zweit- oder Drittmeinungen zu einem anderen medizinischen Spezialisten, sondern zu einem selbst ernannten und in inzwischen auch mehrfach abgemahnten Wunderheiler ohne jegliche medizinische Ausbildung? Natürlich gibt es Fehldiagnosen im Bereich der Arthrose und damit auch möglicherweise falsche Behandlungsvorschläge, weil das Thema eben sehr komplex und vielschichtig ist. Aber sollte ich deswegen auf jegliche medizinische Expertise verzichten? Nur weil vielleicht bei Ihnen ein Fliesenleger mal nicht perfekt gearbeitet hat, werden Sie vermutlich beim nächsten Mal keinen Floristen damit beauftragen.

  2. Günther Frank sagt:

    Sehr geehrter Herr Herrchen,
    das sie aber unten auch nur ihr Buch verkaufen wollen ist aber reiner Zufall oder?
    Ich denke man kann die Übungen von L&B ausprobieren, sollte man keine Linderung erfahren, kann man auch zur Akupressur gehen. Das die Knieendoskopie auch nicht von der Kasse bezahlt wird, wie viele IGEL-Leistungen die einem der Arzt andreht wird hier vergessen. Meckern ist einfach aber auch nicht fundiert, wie sie es L&B vorwerfen.

    • Sehr geehrter Herr Frank,
      dass jeder gerne die Übungen von L&B ausprobieren soll, habe ich im meinem Artikel ja schrieben. Einer Knie-ASK stehe ich übrigens auch kritisch gegenüber und hier hat die gesetzlichen Krankenkasse meiner Meinung nach völlig zu Recht, die Kostenübernahme von entsprechenden Indikationen abhängig gemacht. Damit werden die vielen unnötigen Wald- und Wiesen-Athroskopien hoffentlich gestoppt. Ihre Aussage, dass die Knie-ASK generell eine IGEL-Leistung ist, stimmt daher so nicht.
      Dass Sie meine intensive Auseinandersetzung mit L&B inkl. entsprechender Belege, Zitate und Links zu den angeblichen Studien als ‚Meckern‘ empfinden, ist Ihre Sache. Eine Werbung zu unseren Büchern habe ich, scheinbar anders als Sie, in meinem Artikel allerdings keine gefunden.
      Die Tatsache, dass wir zwei ‚Mutmachbücher‘ von Betroffenen für Betroffene verfasst haben, kann ich allerdings schlecht verleugnen.

  3. minga sagt:

    Eine jahrelange Odyssee bei mehreren Orthopäden und den bekannten Behandlungen, wie Physiotherapie mit Massage und Fango, Osteopathie und eine Cortisonspritze in die Hüfte, linderten die Schmerzen nur kurzzeitig. So wurde mir eine Hüft-OP empfohlen.
    Diesen gefährlichen Eingriff, mit seinen möglichen Folgen, wollte ich nicht mitmachen. Da aber die Schmerzen zeitweise fast unerträglich wurden und das Gehen zur Qual, machte ich im Okt. 2017 schweren Herzens doch einen OP-Termin aus. Zu Hause angekommen überkam mich ein sehr ungutes Gefühl und ich sagte den Termin eine par Tage später wieder ab.
    Die Schmerzen waren, wie schon gesagt, nicht immer gleich stark. Das wunderte mich. Heute weiß ich, dass es Faszienverspannungen waren. Und so hielt ich einfach durch und suchte weiterhin nach einer Lösung.

    Das war mein Glück, denn im Febr. 2018 entdeckte ich das Buch „Die Arthrose-Lüge“. So wurde ich auf die Faszienverspannungen aufmerksam. Diese Verspannungen erzeugten Schmerzen und waren bei mir mit Sicherheit auch berufsbedingt, denn ich hatte zur Zeit der stärksten Schmerzen viel Strreß im Arbeitsleben.
    Ich machte ein par Übungen aus dem Buch und merkte eine sofortige Schmerzlinderung. Da das aber nicht mehr ausreichte, fand ich Hilfe bei einer von Liebscher und Bracht ausgebildeten Therapeutin. Diese Therapeuten findet man bei Liebscher und Bracht.

    Ich hatte nur 3 Osteopressurbehandlungen (nicht zu verwechseln mit Akkupunktur, oder Osteopathie), bei denen bestimmte Punkte entlang der Knochen gedrückt werden, und die Hüft-OP war nicht mehr notwendig. Die Faszienverspannungen an anderen Körperstellen, wie den Oberschenkeln innen, sind nicht völlig verschwunden, das liegt aber am vielen Sitzen und zu wemig Übung.
    Ich bin sehr froh und dankbar, so eine dauerhafte Lösung/Hilfe gefunden zu haben.

    • Glaube ich alles und freue mich, dass es Ihnen jetzt gut geht. Allerdings hatten Sie dann zum Glück keine Arthrose gehabt, sondern wurde möglicherweise falsch diagnostiziert. Arthrose ist nicht heilbar und deshalb ist das Buch ‚Die Arthroselüge‘ selbst eine Lüge! Dass Faszienbehandlungen sehr gut helfen können bei Verspannungen und Schmerzen, ist unbestritten und keine L&B Weisheit!

  4. d. Rathgeber sagt:

    das was die Physiotherapeuten bei LB lernern ( für viel Geld ) ist doch eig. das was jeder bei seiner Ausbildung sowieso leernt. Meine Physiotherapeutin mach mit mir die Übungen die ich bei LB auch sehe und vieles mehr. Wenn Physiotherapeuten mal erkennen würde, dass es ihm nr ums Geld geht würde er bald keinen Zuspruch mehr finden

  5. Ingrid sagt:

    Toller Artikel. Ich habe seit 03.18 eine Endoprothese am rechten OSG. Kein Vergleich zu vorher. Bin so gut wie schmerzfrei und denke mit Grauen an die Zeit vorher zurück. Würde es immer wieder machen.
    Habe mich auch mit den Behandlungsmethoden/Ansichten von L&B beschäftigt, konnte mich aber nicht damit anfreunden.
    Vielen Dank nochmal für die klasse recherchierte und ausführliche Information.
    Grüße aus NRW. Ingrid

  6. Lieber Peter, Danke für den ausführlichen und informativen Artikel und deine intensive Auseinandersetzung und Recherche zum Thema. Ich möchte gerne deinen Artikel auf meinem Blog http://www.tirolturtle.at – Österreichs erster Arthrose & Lifestyle Blog und meinem Beitrag zu Liebscher & Bracht verlinken!

  7. Regina sagt:

    Danke für diesen prima Artikel!! Ich selbst bin „Arthrosegeschädigte“ mit inzwischen 6 künstlichen Gelenken und habe mit keinem die furchtbaren Schmerzen, die ich vorher hatte.
    Als Arthrose- und Physiotherapieerfahrene habe ich einmal eine kostenlose „Schnupperveranstaltung“ von L&B besucht. Dies war auf der einen Seite interessant, jedoch macht es auf mich den Eindruck wie eine Verkaufsveranstaltung von „nicht im Laden käuflichen Waren“. Es war ja auch eigentlich nur medizinisches Personal als Zuhörerschaft gedacht. Auf den Stühlen lagen schon die Anmeldeformulare für die „Ausbildung“. Und obwohl ich sehr experementierfreudig bin und viel schon (mit immer währenden kleinen Erfolgen) ausprobiert habe, habe ich noch nie einen L&B-THerapeuten besucht. So viel Eindruck hat es also auf mich gemacht 😉

  8. Sehr interessanter Beitrag.

    Liebe Gruesse

    Monika

  1. 30. März 2018

    […] Hyaluron-Spritze und Kernspinresonanz-Therapie (MBST) auf einiges eingegangen. Und ja, auch mein ‚Lieblingsheiler‘ Liebscher & Bracht wurde erwähnt, bei dem mich ja weniger seine Behandlungsmethoden stören – sind diese doch […]

  2. 29. Mai 2019
  3. 15. Februar 2022

    […] wissenschaftliche Ausarbeitung, hat sich Peter Herrchen in seinem Blog Endoprothese und Sport mit Liebscher & Bracht ausführlich auseinandergesetzt. Basis des damaligen Artikels war das Buch „Die Arthrose […]

  4. 2. April 2022

    […] ausprobieren wollte. Dass er dabei unweigerlich auch auf meine omnipräsenten „Freunde“ Liebscher & Bracht stieß, war die logische Google-Konsequenz. Nach den ersten unhaltbaren Aussagen von L&B z.B. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert