Buchempfehlung – Titan für den Titan

Heute veröffentliche ich tatsächlich meine erste Buchempfehlung zum Thema künstliche Hüftgelenke – und man glaubt es kaum: Es ist nicht mein eigenes Buch „Mut zur neuen Hüfte“.

Naturgemäß habe ich mich sowohl vor meiner eigenen Buchveröffentlichung als auch danach intensiv mit der verfügbaren Literatur zu ähnlichen Themen beschäftigt und eine zweistellige Anzahl in meinem Bücherregal stehen. Da gibt es neben Büchern mit Halbweisheiten und Unwahrheiten zur erfolgreichen Arthrosebehandlung und wundersamen Arthroseheilung, auf der einen Seite fachliche Ratgeber und auf der anderen Seite Patienten-Erfahrungsberichte. Unser eigenes Buch liegt wohl irgendwo dazwischen. Für mich als Betroffener mit inzwischen über viele Jahre erworbenem Fachwissen ist es wirklich erschreckend, welche Bücher, auch mit und von renommierten Ärzten, hier teils auf dünnen und groß geschriebenen wenigen 50 Seiten mit eigenem Inhalt für einen viel zu hohen Preis veröffentlicht werden.

Ganz anders das Buch von Klaus Baumann, welches ich Euch wirklich ans Herz legen möchte.
In einem persönlicher Erlebnisbericht läßt uns der Autor humorvoll, authentisch und sehr persönlich auf einhundertsiebzig kurzweiligen Seiten an seiner Gefühlswelt auf dem Weg von den ersten Schmerzen, der Diagnose, dem Verdrängen, der Liebscher & Bracht Hoffnung, der Entscheidung, den Unsicherheiten, den Zweifeln, der OP, der Reha und dem Training bis zu seinem sportlichen Ziel nach der Operation teilhaben. Dazu passt dann auch der Untertitel „Mein holpriger Weg zu zwei künstlichen Hüftgelenken“.

Meine anfängliche Skepsis, ob 170 Seiten ohne Bebilderung – mit Ausnahme einiger Info-Boxen – wirklich interessant und lesenswert bei diesem doch eher ernsten Thema sein können, verflog nach den ersten wenigen Seiten schlagartig. Darin beschreibt Klaus, wie er zunächst logischerweise alles ohne OP ausprobieren wollte. Dass er dabei unweigerlich auch auf meine omnipräsenten „Freunde“ Liebscher & Bracht stieß, war die logische Google-Konsequenz. Nach den ersten unhaltbaren Aussagen von L&B z.B. im Buch „Die Arthroselüge“ und Arthose sei „Ein Jahrhundertirrtum der Medizin“, beschreibt Klaus seine aufkeimende Hoffnung, ohne Operation auszukommen. Natürlich vergebens und gut, dass er auch auf unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!!“ aufmerksam wurde. Dabei freut es mich ganz besonders, dass er erst durch unsere Recherchen erfahren hat, dass man sich zwei künstliche Hüftgelenke gleichzeitig einbauen lassen kann. Dies hat er dann auch genau so in Angriff genommen. Den Weg bis dahin, inkl. Reha und die Wiederherstellung im letzten Kapitel „Die endgültige Geburt des TEP-Titans“, habe ich mit vielen Lachern und Schmunzeln in extrem kurzweiligen gut zwei Lesestunden quasi gemeinsam mit Klaus absolviert – habe ich doch meine eigene Geschichte an vielen Stellen wiedererkannt.

Freut Euch auf extrem kurzweilige Lesestunden, die sich stellenweise wie das Lesen eines Romans anfühlen, ohne das Fachliche zu vernachlässigen. Die ein, zwei sachlichen Ungenauigkeiten, die ohnehin die Wenigsten erkennen werden, verzeiht man dabei gerne und schmälern den Gesamteindruck in keiner Weise.
Mehr zu Klaus Baumann und seinem Buch inkl. Leseproben gibt es hier.


Über den Autor

Klaus Baumann

Klaus Baumann bekam bereits im Alter von 52 Jahren zwei künstliche Hüftgelenke in einer Operation eingepflanzt. Der Jung-Titan schreibt seit seiner Kindheit, weil ihn das Formen von Sätzen stets beglückt. Nach seinem VWL-Studium absolvierte Klaus Baumann ein Redaktionsvolontariat und arbeitete als freier Journalist für Print-Magazine wie Junge Karriere, Net Business und Impulse.
Bereits seit 2005 gehören im Rahmen seiner Selbstständigkeit das Verfassen von Pressemitteilungen, Storytelling sowie das Komponieren von Redetexten zu seinem Alltag. Auch privat hat ihn die Obsession des Schreibens nie verlassen: Reisetagebücher über Radtouren durch Europa sowie Kurzgeschichten faszinieren ihn. Zudem verfasst er ehrenamtlich seit 2015 humoristische Kolumnen für ein Fanmagazin eines Noch-Zweit-Liga-Fußballvereins (Auflage: 56.000 Stück).
Geboren wurde Klaus Baumann 1966 im beschaulichen Herford, wohnt in Münster und liebt Hamburg innig. Er hat eine 15-jährige Tochter.

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